Motorräder mit einer Motorleistung von mehr als 35 kW oder einem Verhältnis von Motorleistung und Leergewicht von mehr als 0,16 kW/kg.


Prüfungsfahrzeug
Ein Motorrad ohne Seitenwagen mit einer Motorleistung von mindestens 40 kW, zwei Sitzplätzen und mind. 600 ccm.
Motorradspezifische Sicherheitsausrüstung
Für die Führerprüfung soll eine motorradspezifische Sicherheitsausrüstung getragen werden (Sturzhelm, Kleidung, Handschuhe, Stiefel).


Voraussetzungen

  • Mindestalter:
    25 Jahre (Direkteinstieg) oder 2 Jahre klaglose Fahrpraxis Kat. A beschränkt oder A1.
     
  • Erforderliche Kategorien:
    Keine
     
  • Nothelferkurs:
    Ausgenommen Inh. Kat. B, B1 oder A1. Darf nicht länger als 6 Jahre zurückliegen.
     
  • Sehtest:
    Darf bei jedem Gesuch um einen Lernfahrausweis nicht älter als 24 Monate sein
     
  • Vertrauensärztliche Untersuchung:
    Ist erforderlich für Körperbehinderte und Bewerber, die das 65. Altersjahr überschritten haben
     
  • Epileptiker:
    Werden nur aufgrund eines Eignungsgutachtens eines Neurologen oder eines Spezialarztes für Epilepsie zum Verkehr zugelassen.
     
  • Basistheorieprüfung:
    Ausgenommen Inh. Kat. B, B1 oder A1
     
  • Zusatztheorieprüfung:
    keine
     
  • Verkehrskunde:
    Ausgenommen Inh. Kat. B, B1 oder A1
     
  • Praktische Grundschulung:
    Direkteinstieg: 6 Lektionen für Inhaber Kat. A1 (Erwerb nach dem 01.04.2003), ansonsten 12 Lektionen. Für Inhaber der Kategorie A1 nach altem Recht (Erwerb vor dem 01.04.2003) keine Grundschulung erforderlich. Bewerber um den Führerausweis der Kategorie A dürfen die praktische Grundschulung nicht mit Fahrzeugen der Unterkategorie A1 absolvieren.
     
  • Praktische Prüfung:
    Nach zweijähriger klagloser Fahrpraxis mit Kat. A beschränkt: die 25 kw Beschränkung wird auf Gesuch hin aufgehoben: Das heisst prüfungsfreier Erhalt des Führerausweises der Kategorie A unbeschränkt.
    Achtung: Sonderregelung falls die Kategorie A 25kW aufgrund der altrechtlichen Kategorie A1 prüfungsfrei erworben wurde. Dann muss eine praktische Führerprüfung auf der Kategorie A absolviert werden.
     
  • Gültigkeit Lernfahrausweis:
    4 Monate, wird nach absolvierter Grundschulung um 12 Monate verlängert.
     
  • Lernfahrten:
    keine Begleitperson erforderlich, Begleitperson mit der entsprechenden Kategorie erlaubt.
     
  • Zusätzliche Berechtigungen
    A (beschränkt), A1, B1, F, G, M



Medizinische Anforderungen

  1. Grösse
    Keine Mindestanforderungen
     
  2. Nervensystem
    Keine schweren Nervenkrankheiten. Keine Geisteskrankheiten von Bedeutung. Kein Schwachsinn. Keine Psychopatien. Keine periodischen Bewusstseinstrübungen oder -verluste. Keine Gleichgewichtsstörungen.
     
  3. Gesicht
    Ein Auge korrigiert minimal 0.6, das andere korrigiert minimal 0.1. Gesichtsfeld minimal 140° horizontal. Kein Doppelsehen. Einäugige oder einseitig Erblindete: korrigiert oder unkorrigiert minimal 0.8. Keine Einschränkung des Gesichtsfeldes. Für Einäugige ferner eine Wartefrist von minimal vier Monaten nach Zustandekommen der Einäugigkeit und eine Prüfung durch den Verkehrsexperten unter Vorweisung eines augenärtzlichen Zeugnisses. Nach Staroperationen ist für Einäugige eine Wartefrist von vier Monaten festzusetzen.
    Bewerber, welche die verlangte Sehschärfe nur mit Brille oder Kontaktschalen erreichen, sind zum Tragen einer Brille bzw. der Kontaktschalen während der Fahrt verpflichtet. Die Brille mit getönten Gläsern darf in der Dunkelheit eine Absorption von höchstens 35 Prozent aufweisen. Einäugige Gehörlose sind vom Fahren ausgeschlossen.
     
  4. Gehör
    Gehörlose Einäugige sind vom Fahren ausgeschlossen.
     
  5. Brustkorb und Wirbelsäule
    Keine Missbildungen, welche die Atmung und Beweglichkeit erheblich beeinträchtigen.
     
  6. Atmungsorgane
    -
     
  7. Herz und Gefässe
    Keine hochgradigen Kreislaufstörungen.
     
  8. Bauch- und Stoffwechselorgane
    Keine schweren Stoffwechselkrankheiten.
     
  9. Gliedmassen
    Keine schweren Verstümmelungen, Versteifungen oder Lähmungen, die nicht durch Einrichtungen genügend korrigiert werden können.


(Medizinische Mindestanforderungen Gruppe 3)